
Gerade die Werkstück- und Werkzeugspannung vereiteln jedoch in punkto Genauigkeit und Reproduzierbarkeit die Prozessfähigkeit. Zwar werden heute große Anstrengungen unternommen, um die Komponenten in die erforderlichen Genauigkeitsklassen zu bringen, doch bei einer Tolerierung von ca. 0,1µm z. B. für die Werkzeugspannung kommt man hier in den Bereich physikalischer, fertigungstechnischer und nicht zuletzt wirtschaftlicher Grenzen.
Innerhalb des Gesamtprojekts sollen die Grundlagen für eine durchgängige Lösung zur Planung, Durchführung, Überwachung und Qualitätssicherung in der Mikrobearbeitung unter Berücksichtigung der planenden und maschinennahen Bereiche grundsätzlich erforscht und in Kooperation mit den Projektpartnern praktisch entwickelt werden, um einen Grad an Reproduzierbarkeit zu erreichen, wie er zur Sicherstellung von Qualität und Wirtschaftlichkeit für die Mikrofertigung erforderlich ist.
Innerhalb dieses Vorhabens ist das Ziel des vorliegenden Teilprojektes, die Ausrichtung von Werkzeug und Werkstück zu automatisieren, indem Messtechnik für deren Vermessung in die Maschine integriert wird. So kann nicht nur die Genauigkeit der Ausrichtung von wichtigen internen und externen Einflussfaktoren entkoppelt werden (Werkzeug, Spannsystem, Mensch, etc.), die Automatisierung bringt auch Vorteile durch massive Zeiteinsparungen mit sich. Außerdem ist die erzielbare Qualität dann nicht mehr direkt vom Wissen des Bedienpersonals abhängig, was eine höhere Prozesssicherheit (Fehlbedienung und –ablesung werden verhindert) mit sich bringt.
Projekt in 2008 abgeschlossen.